+++FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland begrüßt den Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen+++
Petershagen/Eggersdorf,
29.12.2007
Der Wegfall der Grenzkontrollen ist mit
vielen positiven Effekten für den Reiseverkehr
verbunden. Der Grenzstau bei der Ein-
und Ausreise, der viele Bürger der Grenzregion
belastet hat, wird nachhaltig abgebaut.
Die Durchlässigkeit der Grenze wird weitere
positive Impulse in der grenzüberschreitenden
Kooperation und eine Annäherung zwischen
den Nachbarn auslösen. Als Beispiele sind
die Europa-Universität Viadrina und das
Collegium Polonicum zu nennen. Die FDP
Märkisch-Oderland erhofft sich auch neue
Impulse für die Schifffahrt auf der Oder.
Mit Sorge betrachten wir jedoch die konzeptionslose
Umsetzung der Aufgaben im Bereich der
Bekämpfung der Kriminalität. Diese Probleme,
die man nicht ignorieren darf, können
gemeinsam gelöst werden. Während die Polizei
auf beiden Seiten hervorragende Arbeit
leistet, ist die Unterstützung durch die
Bundespolitik nicht ausreichend:
Kritik Nr. 1: Das Schengener Informationssystem
(SIS II) ist noch nicht funktionsfähig.
Ursprünglich sollte der Wegfall
der Kontrollen erst dann umgesetzt werden,
wenn die Datenbank SIS II für die Fahndung
eingeführt wurde. Ein konkreter Einführungstermin
kann nach Aussagen des Bundesinnenministeriums
nicht genannt werden.
Kritik Nr. 2 Ein länderübergreifendes
Sicherheitskonzept fehlt
Die länderübergreifende Abstimmung
ist in den letzten Jahren verbessert worden.
Allerdings gibt es noch viele Lücken,
die nicht geschlossen werden konnten.
Die Bundespolizei wurde über künftige
Einsatzorte im unklaren gelassen. Hier
muss endlich Klarheit für die betroffenen
Beamten geschaffen werden. Auch die Schulung
muss verbessert werden. Es ist ein Unterschied,
ob Beamte Grenzkontrollen an einem festen
Ort durchführen oder ob sie im Hinterland
Schleierfahndung betreiben.
Kritik Nr. 3 Wegfall der Inspektionen
in Ostbrandenburg führt zu Personalabbau
Der Wegfall von vier der sieben
Inspektionen ist mit einem Personalabbau
von 1700 auf 875 Polizisten verbunden.
Dies ist gerade in der Übergangszeit das
falsche Signal an die Bürger, die eine
Zunahme der Kriminalität befürchten.
Die FDP Märkisch-Oderland fordert daher:
1. Schnellstmögliche Implementierung von
SIS II
2. Die Erarbeitung eines länderübergreifenden
Sicherheitskonzeptes unter Federführung
des deutschen und polnischen Innenministeriums
3. Die umfassende Information der Bundespolizisten
über Einsatzorte und Verbesserung der
Schulung
4. Die Personalstruktur ist an die Sicherheitslage
anzupassen. Den dramatischen Personalabbau
auf deutscher Seite lehnt die FDP ab.
+++FDP: Kreisumlage zeigt Kreis-Notlage+++
Petershagen/Eggersdorf,
13.12.2007
Die FDP in Märkisch-Oderland lehnt eine
weitere Erhöhung der Kreisumlage ab. Kreisvorsitzender
Heiko Krause erklärte dazu: "Der Kreis
macht nach wie vor seine Hausaufgaben
nicht. Aus Sicht der FDP müssten drei
Punkte endlich einmal angepackt werden.
Erstens braucht der Kreis einen Haustarifvertrag.
Wenn man die Personalstärke halten will,
dann muss dies zu geringeren Kosten erfolgen.
Bad Freienwalde hat vorgemacht, wie es
gehen kann.
Zweitens muss der Kreis seine Beteiligungen
überprüfen und sich auch von manchen Dingen
trennen. Das gilt beispielsweise für die
Krankenhaus Mol GmbH. Noch könnte man
diese mit Gewinn privatisieren, die Entwicklungen
in der Gesundheitspolitik werden aber
in den nächsten Jahren erhebliche Zuschüsse
nötig machen. Diese Chance geht bald vorbei.
Drittens muss endlich die Kultur GmbH
in einzelne Teile aufgespalten und für
jede Einrichtung eine passende Nutzungskonzeption
erstellt werden. Das Schloss Bad Freienwalde
sollte beispielsweise in eine Stiftung
überführt werden. Die Gedenkstätte Seelow
könnte ihre Einnahmen steigern. Es ist
nicht zu verstehen, dass beispielsweise
hochrangige Offiziere nach Seelow kommen,
um Schulungen zu machen und dafür nichts
bezahlen müssen. Für das Oderland- Museum
wäre eine völlige Neukonzeption der Nutzung
nötig.
Solange der Kreis weiterhin keine schmerzhaften
Sparanstrengungen macht, verbietet sich
eine Erhöhung der Kreisumlage. Angesichts
der Entwicklung in anderen Kreisen, in
denen die Umlage gesenkt wird, werden
wir Investoren noch schlechter gewinnen
können als bisher. Wer den Kommunen das
Geld aus der Tasche zieht, spart da, wo
es die Bürger am direktesten trifft".
+++FDP: S 5 Tourismusverband an der Weggabelung+++
Petershagen/Eggersdorf,
05.11.2007
Der FDP-Kreisverband sieht die am Mittwoch
stattfindende Sitzung des S 5 Tourismusverbandes
als wichtigen Meilenstein. FDP-Kreisvorsitzender
Heiko Krause erklärte dazu: "Die S 5 Region
ist eine großartige Chance. Sie muss aber
auf wirtschaftlich breitere Beine gestellt
werden. Es ist nicht sinnvoll, wenn die
sieben Bürgermeister den Vorstand des
Verbandes bilden. Wir müssen unbedingt
die Wirtschaft, sowie Vertreter von Kultureinrichtungen
mit ins Boot holen. Schließlich brauchen
wir die Investitionen der Wirtschaft.
Es sollten aus der Mitgliedschaft sieben
Vorstandsmitglieder gewählt werden. Das
können nicht nur die Bürgermeister sein,
sondern auch Unternehmer oder Kulturförderer".
Aus Sicht der Liberalen steht der Verband
an einer Weggabelung: "Entweder man entschließt
sich, jetzt eine Organisationsreform vorzunehmen
und auch die finanzielle Basis zu stärken
oder der Verein wird nicht in der Lage
sein, die S 5 Region wirksam zu vermarkten",
meinte Krause.
+++Heiko Krause als Bürgermeisterkandidat nominiert+++
Fredersdorf/Vogelsdorf
16.08.07
Der FDP-Ortsverband Fredersdorf-Vogelsdorf
hat den 44jährigen Heiko Krause als Kandidat
für die Bürgermeisterwahl am 11. November
nominiert. Der Petershagen-Eggersdorfer,
der als wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Deutschen Bundestag arbeitet, hat das
volle Vertrauen des Ortsverbandes, die
schwierige Aufgabe meistern zu können.
„Unser Dorf kann mehr“, wandte sich Krause
an die versammelten Mitglieder der Liberalen.
„Fredersdorf-Vogelsdorf hat mehr Potenzial,
als es in den letzten Jahren gezeigt hat.
Beim Straßenbau, bei Entscheidungen über
den Bolzplatz in der Landstraße oder beim
Umgang mit Mobilfunk-Masten brauchen wir
den Konsens in der Gemeindevertretung,
um notwendige Entwicklungen auch umzusetzen“.
Der gewählte Kandidat bedauerte auch,
dass es so viel Diskussionen über eine
Quadbahn gebe, die niemand wolle, aber
so wenig Diskussionen über die Radrennbahn,
die ein wichtiges Highlight in der Gemeinde
werden könne.
Die Liberalen kündigten einen sachorientierten,
freundlich-offensiven Wahlkampf an. „Wir
wollen die Herzen und Köpfe der Fredersdorf-Vogelsdorfer
gewinnen. Dabei spielt Ideologie keine
Rolle. Wenn Vertreter anderer Parteien
eine gute Idee haben, darf man diese nicht
sofort ablehnen, nur weil sie nicht von
uns ist. Fredersdorf-Vogelsdorf steht
im freundschaftlichen Wettbewerb mit den
Nachbargemeinden. Nur wenn Gemeindevertreter,
Bürgermeister, Gemeindeverwaltung und
Vereine in den großen Linien an einem
Strang ziehen, wird sich der Erfolg einstellen“,
erklärte Heiko Krause.
+++FDP: Keine Romantik im Genmais-Camp+++
Petershagen/Eggersdorf,
24.07.2007
Bei aller romantischen Verklärung mit
Bio-Abfall-Schubkarre und lustigem Stoffkamel,
darf nicht vergessen werden: hier sind
kriminelle Straftäter am Werk. Die FDP
verurteilt die illegalen sog. "Feldbefreiungen",
denn sie sind nichts weiter als Sachbeschädigungen
und Hausfriedensbruch.
FDP-Kreisvorsitzender Heiko Krause stellte
klar: "Der Anbau von Bt-Mais ist in Deutschland
erlaubt. Das Eigentum von Landwirten,
die diesen Mais anbauen wollen, muss geschützt
werden. Hier geht es auch um bäuerliche
Familien, die ihr Einkommen erzielen müssen.
Manche der Genmais-Gegner sind reisende
Straftäter, die heute gegen den G8-Gipfel,
morgen gegen den Afghanistan-Einsatz und
übermorgen gegen Genmais demonstrieren.
Dabei wird über Internet und E-Mail global
kommuniziert, während man die Globalisierung
ansonsten ablehnt. Viele Bürger werden
durch organisierte Demo-Profis in ihrer
Sorge missbraucht und zu Unterstützern
von Straftaten gemacht".
Auch die FDP kritisiert, dass Bundeslandwirtschaftsminister
Seehofer die Haftungsfragen bei der Grünen
Gentechnik nicht klar regelt. Er bürdet
alle Probleme den Landwirten vor Ort auf,
bricht mit dem Verursacherprinzip und
ist nicht in der Lage, eine klare gesetzliche
Regelung zu treffen.
"Hier ist viel Heuchelei im Spiel. Warum
wenden sich die angeblichen Öko-Aktivisten
in ihrer Sorge um die Insekten nicht einmal
gegen den Einsatz chemischer Spritzmittel,
der ohne gentechnische Zuchtmethoden gegen
den Maiszünsler notwendig ist", fragt
sich Heiko Krause. "Wir müssen aufpassen,
dass wir im Oderbruch nicht Zustände bekommen,
wie wir sie in Westdeutschland vor den
Atomkraftwerken in Brokdorf und Stade
oder der Wiederaufarbeitungsanlage in
Wackersdorf hatten", warnt der FDP-Vorsitzende.
In den 80er Jahren fanden dort regelrechte
Schlachten zwischen Demonstranten und
der Polizei statt.
Die grüne Gentechnik ist ein politisches
Symbolthema geworden. Kernfusion, Nanotechnologie
oder der Transrapid stehen ebenso auf
der Agenda. Märkisch-Oderland darf nicht
zum Schlachtfeld zwischen Modernität und
Technikverweigerung gemacht werden. Wir
müssen vielmehr moderne Technologie mit
vernünftiger Begleitforschung und Risikoabschätzung
in Deutschland anwenden.
+++FDP will Schloss Bad Freienwalde aus Kultur GmbH ausgliedern+++
Petershagen/Eggersdorf,
02.07.2007
Die Liberalen in Märkisch-Oderland haben
vorgeschlagen, das Schloss Bad Freienwalde
nach Abschluss der Sanierungsarbeiten
am Teehäuschen aus der Kultur GmbH auszugliedern
und selbständig im Rahmen einer Stiftung
zu führen. Einen entsprechenden Beschluss
fasste der FDP-Kreisvorstand auf seiner
Sitzung in Seelow.
"Durch die erfreulichen Zuwendungen für
die Sanierung ergibt sich die Chance,
ein attraktives Gebäude-Ensemble an einen
neuen Träger zu übergeben. Die Abschreckung
durch die bisherigen hohen Sanierungskosten
ist nun weg", sagte Kreisvorsitzender
Heiko Krause. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.
Allerdings muss ein umfassendes Nutzungs-Konzept
auf den Tisch, das neben der Nutzung als
Museum auch Tagungs-, Forschungs- und
Veranstaltungsmöglichkeiten vorsieht.
Die Stadt Bad Freienwalde muss als Partner
eingebunden werden. So könnte eine private
Stiftung beispielsweise neben Tagungen
auch Konzerte im Schlosspark oder Bürgerfeste
ausrichten und so Einnahmen erzielen.
"Wir stellen uns das Schloss Bad Freienwalde
als einen offenen Begegnungsraum vor,
nicht als reines Museum oder Forschungsstätte"
meinte Krause. Die FDP hält die Konstruktion
der Kultur-GmbH für einen Fehler. "Wir
haben hier ein buntes Sammelsurium aus
verschiedensten Einrichtungen, die miteinander
nichts zu tun haben. Wir geben dem neuen
Geschäftsführer Gerd-Ulrich Herrmann unsere
volle Unterstützung, wenn er zu einer
Entflechtung der Einrichtungen bereit
ist", sagte er.
+++FDP für mehr direkte Demokratie+++
Petershagen/Eggersdorf,
05.06.2007
Die Liberalen in Märkisch-Oderland sprechen
sich für eine verbindliche Direktwahl
der Ortsteilbürgermeister aus, wenn ein
Amtsinhaber während der Wahlperiode aus
dem Amt scheidet, wie es jüngst in Hönow
geschehen ist. "Bei der Gemeindefusion
hat der Innenminister die Ortsbeiräte
und Ortsteilbürgermeister als Trostpflaster
für die Gemeinden installiert, die eingegliedert
wurden. Nun zeigt sich, dass das Konzept
nicht zu Ende gedacht ist", sagte FDP-Kreisvorsitzender
Heiko Krause.
Die FDP hält es für einen Konstruktionsfehler,
die Ortsteilbürgermeister in der Regel
aus den Reihen der Ortsbeiräte wählen
zu lassen. Nach einigen Jahren sind manche
Ortsbeiräte personell ausgedünnt, da es
keine Nachrückerlisten gibt. Zwar gibt
es die gesetzliche Möglichkeit der Direktwahl,
aber das ist die Ausnahme. Würde man die
Ortsteilbürgermeister von der Bevölkerung
wählen lassen, würde das Amt bürgernäher
und oft auch fachlich besser besetzt werden,
da die Kandidatenauswahl erheblich erweitert
würde. "Auch die Ortsbeiräte müssen über
Nachrückerlisten ergänzt werden können",
meinte Krause.
+++FDP: Kreis braucht Konzeption für Forschungseinrichtungen+++
Petershagen/Eggersdorf,
25.05.2007
Die geplante Schließung der Außenstelle
der Bundesforschungsanstalt für Forst-
und Holzwirtschaft in Waldsieversdorf
ist bedauerlich und ein Rückschlag für
die Forschungslandschaft im Kreis.
"Es bringt aber nichts, zu jammern oder
die Schuld auf mangelnden Einsatz anderer
zu schieben, wie es die Linkspartei tut",
erklärte FDP-Kreisvorsitzender Heiko Krause.
"Notwendig ist aber eine klare Strategie
des Kreises für die Fortentwicklung der
bestehenden Institutionen. Die beiden
Schwerpunkte Agrarforschung und Forschungseinrichtungen
der Bundeswehr müssen ausgebaut werden.
Der Kreis sollte sich beispielsweise um
ein Institut für Biomasseforschung bemühen,
ein Gebiet, in dem derzeit deutschlandweit
Forschungskompetenz aufgebaut wird".
Die Liberalen begrüßen die Bemühungen,
die Forschungskompetenz von Waldsieversdorf
durch eine Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum
für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg
zu erhalten.
Die Bundeswehr als Arbeitgeber für qualifizierte
Fachwissenschaftler wird noch zu wenig
gewürdigt. Mit dem Ausbau der Studienmöglichkeiten
am Sozialwissenschaftlichen Institut in
Strausberg ist ein wichtiger Schritt nach
vorn gemacht worden. Auch hier müsse man
versuchen, Kompetenzen auszubauen und
zu vernetzen, beispielsweise mit der Gedenkstätte
Seelower Höhen.
+++FDP: Tourismusinvestition rechnet sich+++
Petershagen/Eggersdorf,
07.05.2007
Die FDP in Märkisch-Oderland spricht sich
dafür aus, dem Tourismus einen höheren
Stellenwert einzuräumen. Kreisvorsitzender
Heiko Krause verwies auf Untersuchungen,
nach denen sich ein in den Tourismus investierter
Euro vier Euro an Wertschöpfung erbringt.
"Ein Euro pro Einwohner als Investition
in den Tourismus wäre eine gute Richtschnur
für die Haushalte der Städte und Gemeinden",
sagte Krause.
Wichtig ist auch die touristische Vernetzung.
Dabei muss Kirchturmsdenken überwunden
werden. "Es ist unverständlich, warum
es immer noch vereinzelt daran hapert,
ein Hinweisschild auf eine Sehenswürdigkeit
in der Nachbargemeinde aufzustellen",
kritisierte Krause.
Die FDP hat mehrfach die Landesregierung
dafür gerügt, dass sie Märkisch-Oderland
nicht als Wachstumsregion ansieht. Es
muss deutlich werden, dass auch der Tourismus
ein wichtiger Wachstumsfaktor ist.
+++Das gescheiterte Unternehmen Bürokratieabbau+++
15.04.2007
Mit der Wahl des "Bürokratiemonsters"
greifen die Liberalen ein Thema auf, das
seit vielen Jahren als ungelöstes Problem
den Standort Deutschland belastet. Schon
1980 berief der Deutsche Bundestag eine
Sachverständigengruppe ein, um Vorschläge
zum Bürokratieabbau zu erarbeiten. Zahlreiche
Kommissionen bissen sich zwischen 1983
und 2004 die Zähne an dem Thema aus. Fakt
ist: allein im Jahr 2003 wurden in Deutschland
55 Gesetze außer Kraft gesetzt und 280
Gesetze neu erlassen. Im Jahr 2005 wurden
35 Gesetze und 107 Rechtsverordnungen
außer Kraft gesetzt und 30 Gesetze und
160 Rechtsverordnungen neu erlassen. Eine
Chance sahen viele in der Festlegung von
Bürokratieabbau-Regionen, die der damalige
Minister Wolfgang Clement vorgeschlagen
hatte. Wir Liberalen hatten damals auch
dafür gekämpft, Märkisch-Oderland als
eine solche Region zu verankern. Dies
ist im Gesetz über die Modellregionen
auch gelungen.
Das Ergebnis ist niederschmetternd: von
den über 1000 Vorschlägen wurden in den
Modellregionen bisher 17 Veränderungen
umgesetzt.
Bürokratie ist auch ein Kostenfaktor.
Über 46 Mrd. € Kosten entstehen nach Untersuchungen
von Wirtschaftsforschungsinstituten durch
Bürokratie. Und sie ist ein enormer Standortnachteil.
So dauert z.B. die Gründung eines Unternehmens
in Australien, Kanada oder Dänemark 5
Tage, in Deutschland 24 Tage.
Bürokratieabbau hat keine Lobby in den
Verwaltungen. Es ist gut, dass die Landesregierung
eine Leitstelle Bürokratieabbau eingerichtet
hat, die mit dem Sonderausschuss Normen
und Standards des Landtags kooperieren
soll. Trotz einiger interessanter Vorhaben
und der Etablierung regelmäßiger Konsultationsrunden
sind auch hier die Ergebnisse bisher mager.
In der Kreisverwaltung fehlt bisher eine
wirksame Lobby für den Abbau von Bürokratie.
Über Experimente sind die brandenburgischen
Modellregionen bisher nicht hinausgekommen.
So soll es ein Gründerportal der Industrie-
und Handelskammern geben, eine Handwerkerparkkarte
und ein Pilotprojekt Bauantrag online.
Alles nette Vorschläge, aber bisher ohne
Substanz.
Wenn Bürokratieabbau nicht nur ein Lippenbekenntnis
bleiben soll, dann brauchen wir einen
umfassenden Ansatz. Dazu gehört aus Sicht
der Liberalen ein Verfallsdatum für Gesetze
und Verordnungen. Wenn ein Gesetz oder
eine Verordnung nach einem festgesetzten
Datum nicht vom zuständigen Parlament
erneuert wird, läuft es automatisch aus.
Wir vermuten: bei vielen Gesetzen wird
niemand den Wegfall bemerken.
Zum Bürokratieabbau gehört auch die Umkehrung
des Genehmigungsprinzips. Es muss gelten,
dass alles, was nicht genehmigungspflichtig
ist, erlaubt sein muss.
Die Bürger müssen die Möglichkeit erhalten,
möglichst ortsnah alle Dienstleistungen
der Verwaltung - so muss sie sich begreifen,
als Dienstleister - nutzen zu können.
Aufgrund der Demografie wird das nicht
immer durch Mitarbeiter vor Ort möglich
sein. Aber die Mitarbeiter vor Ort müssen
in der Lage sein, ratsuchenden Bürgern
die zuständigen Stellen zu nennen und
möglichst online Anträge auf den Weg zu
bringen und Formulare auszufüllen. Die
Bearbeitung selbst kann dann ruhig viele
Kilometer entfernt geschehen - die Daten
sollen laufen, nicht die Bürger.
Die Verwaltungen selbst sind oftmals Gefangene
eines Jahrhunderte alten Prinzips - welchen
Vorteil hat ein Bauamtsmitarbeiter, wenn
eine Baugenehmigung nach drei Tagen erteilt
ist? Keinen. Welchen Nachteil hat er,
wenn sie sechs Monate liegt? Ebenfalls
keinen. Hier fehlen Anreize, sowohl finanzieller
als auch laufbahnrechtlicher Natur. Die
unbürokratischste Gemeinde in Märkisch-Oderland
sollten nicht nur ein hübsches Schild,
sondern auch mehr Fördermittel erhalten
als diejenige, die Verwaltungsvorgänge
auf die lange Bank schiebt.
Nicht zuletzt sollte auch die Kommunalpolitik
überlegen, wie sie zum Bürokratieabbau
beitragen kann. Es mag populär sein, von
der Verwaltung Berichte über die Anzahl
der Behindertentoiletten oder der Energiesparlampen
in kommunalen Gebäuden zu fordern. Aber
derjenige, der in der Verwaltung diesen
Bericht erstellen muss, hat in dieser
Zeit keine Zeit für andere - wichtigere?
- Aufgaben. Dies sollte mancher Gemeindevertreter
bei der Antragsberatung bedenken.
Bürokratieabbau ist ein Dauerthema und
ein Querschnittsthema. Die FDP wird sich
diesem Thema weiter widmen und den Finger
in die Wunden legen, wo der Amtsschimmel
wiehert und der Aktenberg verstaubt.
+++Maurice Birnbaum im FDP-Landesvorstand+++
Petershagen/Eggersdorf,
02.04.2007
Der 33jährige Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes
Hoppegarten, Maurice Birnbaum, ist beim
Landesparteitag am vergangenen Samstag
als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt
worden. Damit ist der Kreisverband Märkisch-Oderland,
der zwei Jahre lange keinen gewählten
Vertreter im Vorstand hatte, wieder vertreten.
Maurice Birnbaum machte in seiner Vorstellungsrede
auf dem Parteitag in Zossen deutlich,
dass er sich um den Aufbau von Strukturen
einer liberalen Mittelstandsvereinigung
in der Region kümmern will. Die FDP müsse
die wirtschaftliche Kernkompetenz deutlicher
herausstellen, die gerade im östlichen
Brandenburg gefordert ist.
FDP-Kreisvorsitzender Heiko Krause sieht
die Wahl Birnbaums als "ersten Schritt,
den Einfluss des Kreisverbandes und damit
der Region Märkisch-Oderland auszubauen".
Der Parteitag habe klargemacht, dass es
innerhalb der FDP einen Generationswechsel
gibt. "Unter den Kreisvorsitzenden, in
den Kreisvorständen und bei den Landesdelegierten
hat eine erhebliche Verjüngung stattgefunden.
Das zeigt auch, dass die FDP eine Partei
im Aufbruch ist, in die mehr Menschen
Hoffnung setzen angesichts des Stillstandes
der großen Koalitionen in Bund und Land."
+++FDP kämpft gegen "Bürokratiemonster" +++
Petershagen/Eggersdorf,
13.03.2007
Die Liberalen in Märkisch-Oderland haben
eine neue Aktion gestartet. Auf ihrer
Homepage werden unter www.fdp-mol.de bürokratische
Vorschriften vorgestellt, die den Menschen
das Leben schwer machen und die die FDP
abschaffen oder gar nicht erst einführen
möchte. Bürger können selbst Vorschläge
zur Abschaffung unsinniger Vorschriften
machen. Monatlich soll eine Vorschrift
exemplarisch behandelt werden.
Das Bürokratiemonster des Monats März
ist die Viehverkehrsverordnung - ViehVerkV
- vom 16. Februar 2007. Der Bundesrat
wird in Kürze darüber beschließen. Sie
schreibt z.B. unseren einheimischen Schäfern
vor, zukünftig straßen- und wegegenau
anzugeben, wo ihre Herden entlang ziehen
werden. Nach Aussage von Schäfern in der
Praxis kaum durchführbar. Wenn das Wetter
sich ändert, müssen oftmals andere Wege
gesucht werden. Wenn Lämmer geboren werden,
kommt die Herde nicht wie geplant voran.
Zudem entsteht ein Schreib- und Verwaltungsaufwand.
Jedes Bundesland soll Datenbanken mit
den Wegen der Schaf- und Ziegenherden
einrichten und unterhalten.
Die Verordnung räumt ein, dass "den betroffenen
Wirtschaftskreisen" sowie "den Ländern
und Gemeinden bei der Errichtung und Betrieb
der Datenbank" Kosten entstehen. Diese
seien aber nicht quantifizierbar. "Eine
unsinnige Regelung, lebensfremd und eine
finanzielle und bürokratische Belastung
von Schäfern und Hirten in unserer Region",
sagte FDP-Kreisvorsitzender Heiko Krause.
Am 21. März von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr
wird es in Berlin eine Demo von Schäfern
mitsamt Schafen geben. "Da werden die
Schafe hoffentlich lauter blöken als der
Amtsschimmel wiehern kann", hofft Heiko
Krause.
+++Neujahrsempfang: Kultur und Sport als Wirtschaftsfaktor+++
Petershagen/Eggersdorf,
21.01.2007
Beim diesjähigen Neujahrsempfang der FDP
Märkisch-Oderland standen die Themen Kultur
und Sport im Mittelpunkt. Dafür hatten
die Liberalen mit Bad Freienwalde eine
der kulturreichsten Gemeinden des Kreises
ausgewählt. Kreistagsfraktionsvorsitzender
Hartmut Lietsch wies in seiner Moderation
darauf hin, dass das Kulturangebot trotz
schwieriger Finanzlage des Kreises erhalten
werden konnte. Allerdings sei mehr privates
Engagement notwendig.
Dieses kommt beispielsweise über einen
neu gegründeten Verein zum Erhalt des
Schlosses in Bad Freienwalde, dessen Vorsitzender
der ehemalige Kultusminister Dr. Hinrich
Enderlein ist. Enderlein sieht in der
Sanierung des Teehauses den nächsten Schritt,
der in enger Abstimmung mit der Stadt
zu schultern ist. Allerdings braucht der
Verein "eine stärkere Verankerung in der
Region".
Auch die Geschäftsführererin der Kultur
GmbH, Ines Wiesen, betonte die Bedeutung
kultureller Stätten im Kreis, die nicht
immer nur unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit
gesehen werden dürften, auch wenn man
hier durchaus vorangekommen sei.
Die ca. 40 Gäste des Neujahrsempfangs
im Hotel "Eduardshof", darunter auch die
Landtagsabgeordnete Jutta Lieske und die
Bürgermeister Ralf Lehmann und Klaus Ahrens,
waren sich darin einig, dass in einer
ländlichen Region wie Märkisch-Oderland
Kultur, Sport und Tourismus wichtige Standortfaktoren
seien. Darauf wies auch der Besitzer des
Hotels, Herr Bosse, hin, der die Geschichte
Bad Freienwaldes als Wintersportort schilderte.
FDP-Landesvorsitzender Heinz Lanfermann
gab einen Überblick über aktuelle Themen
der Landes- und Bundespolitik, wobei er
"die endlose Geschichte der Gesundheitsreform,
die ohnehin keiner mehr versteht" nur
kurz streifte. Lanfermann machte klar,
dass es angesichts der großen Herausforderungen
in Brandenburg stärker um das Gemeinsame
gehen müsse. Die internen Streitigkeiten
in den beiden Koalitionsparteien CDU und
SPD ließen allerdings nicht gerade auf
mehr Dynamik hoffen.
Die FDP hat in Märkisch-Oderland knapp
100 Mitglieder. Im Frühjahr stehen die
turnusmäßigen Wahlen zu den Orts- und
Kreisvorständen an.
+++FDP lädt zum Neujahrsempfang ein+++
Petershagen/Eggersdorf,
17.01.2007
Die FDP-Kreistagsfraktion und der Kreisverband
Märkisch-Oderland laden herzlich zum diesjährigen
Neujahrsempfang ein. Am 20. Januar um
14:00 Uhr treffen sich die Liberalen und
ihre Gäste im Hotel "Eduardshof" in Bad
Freienwalde.
Der Neujahrsempfang steht unter dem Motto
"Kultur und Sport als Wirtschaftsfaktor
im Landkreis Märkisch-Oderland". Neben
der FDP-Kreisvorsitzenden Renate Hausknecht
und dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion
Hartmut Lietsch werden sich auch der FDP-Bundestagsabgeordnete
und Landesvorsitzende Heinz Lanfermann
mit Grußworten an die Gäste wenden. Zum
Thema des Nachmittags wird der ehemalige
Wissenschaftsminister der Landes Brandenburg,
Dr. Hinrich Enderlein, der auch im Förderverein
für den Erhalt des Schlosses in Bad Freienwalde
tätig ist, seine Sicht beisteuern. Die
Liberalen setzen sich seit langem für
den Erhalt und die Sanierung des Schlosses
ein. Die Lage der Kultur in Märkisch-Oderland
wird die Geschäftsführerin der Kultur
GmbH, Ines Wiesen, verdeutlichen.
Gäste sind herzlich willkommen.
+++FDP: Mehr Einsatz für Erhalt der Forschungslandschaft in MOL+++
Petershagen, 15.01.2007
Die Liberalen in Märkisch-Oderland fordern
Landrat und Kreistag auf, sich stärker
für den Erhalt der Forschungskapazitäten
in Waldsieversdorf einzusetzen. "Die Schließung
des Instituts für Forstgenetik und Forstpflanzenzüchtung
darf nicht ohne Protest hingenommen werden",
sagte Kreisvorsitzende Renate Hausknecht.
Besonders Landrat Gernot Schmidt müsse
aktiv werden und versuchen, möglichst
viel für den Forschungsstandort Märkisch-Oderland
herauszuholen. "Wenn das Institut aufgrund
von Bundesentscheidungen nicht zu halten
ist, brauchen wir Kompensationen, z.B.
durch eine Verbundforschung im Bereich
Forstpflanzen zwischen Einrichtungen in
Waldsieversdorf und Müncheberg. In unserer
industriearmen Region mit landwirtschaftlichem
Standbein ist die land-und forstwirtschaftliche
Forschung ein wichtiger Faktor, um qualifizierte
Arbeitsplätze zu sichern", meinte Hausknecht.