+++FDP fragte: Können Bauern auch anders?+++
Petershagen, 27.10.2006
Zur Problematik Bioenergie und nachwachsende
Rohstoffe diskutierten am Donnerstagabend
knapp zwei Dutzend Landwirte und interessierte
Bürger mit der FDP-Bundestagsabgeordneten
Angelika Brunkhorst im Altlandsberger Ortsteil
Seeberg. Die Erläuterungen der Bundestagsabgeordneten
aus politischer Sicht wurden ergänzt durch
interessante Einblicke in reale Möglichkeiten
zur Energiegewinnung aus Biomasse durch Erfahrungsberichte
von Hans-Georg von der Marwitz und Klaus Troyke.
Angelika Brunkhorst ermunterte die anwesenden
Landwirte, sich als Unternehmer zu betrachten
und sich Gedanken über die künftige Marktentwicklung
zu machen. Aufgrund der steigenden Konkurrenz
im europäischen Raum bräuchten die Bauern
neben der Lebensmittelerzeugung ein weiteres
Standbein. Sie äußerte sich überzeugt, dass
die Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung
ein zukunftsfähiges Marktsegment werde. Allerdings
könnten die Landwirte nicht auf ein "Rundum-Sorglos-Paket"
vom Staat warten, sondern müssten selbst Unternehmergeist
beweisen. Aus Sicht der FDP sollte die Förderung
regenerativer Energien künftig stärker marktwirtschaftlich
ablaufen, z.B. über die Vergabe von handelbaren
Zertifikaten für die CO2-Vermeidung. Die direkte
staatliche Förderung durch Subventionen könne
man zwar als Anreiz für die Einführung der
erneuerbare Energien-Nutzung akzeptieren,
langfristig müsse sich dieser Markt aber selbst
tragen.
Von der Marwitz, Betreiber eine Biogasanlage
in Friedersdorf, erläuterte das bei ihm angewandte
Verfahren der Trockenfermentation. Er gewinnt
dabei aus siliertem Mais unter Zusetzung von
organisch angereichertem Prozesswasser (Perkolat)
Biogas, das zur Stromerzeugung und Wärmenutzung
verwendet wird. Die erst vor kurzem in Betrieb
genommene Anlage erfüllt seine Erwartungen
zur vollsten Zufriedenheit. Lediglich die
Bereitstellung des Ausgangsmaterials Mais
war in diesem Jahr aufgrund der Witterungsverhältnisse
nicht optimal. Die Anlage eignet sich jedoch
auch für andere pflanzliche Ausgangsstoffe.
Klaus Troyke nutzt eine andere Art der Bioenergie:
Er gewinnt aus Raps mit einer Rapsölkaltpresse
Kraftstoff für den gesamten Fuhrpark seines
landwirtschaftlichen Betriebes. Das Starten
der Fahrzeuge mit Dieseltreibstoff zur Überwindung
des niedrigen Zündpunktes von Rapsöl machte
die Umrüstung seiner Fahrzeuge auf ein Zwei-Tank-System
notwendig. Damit konnte er über das ganze
Jahr hinweg seine Kraftstoffkosten deutlich
senken.
+++FDP gründet neuen Ortsverband in Hoppegarten+++
Petershagen, 22.06.2006
Die Liberalen in Märkisch-Oderland haben einen
neuen Ortsverband in Hoppegarten gegründet.
Kreisvorsitzende Renate Hausknecht, die die
Gründungsversammlung in der "Lindenschänke"
in Waldesruh leitete, wünschte dem neuen Vorstand
alles Gute für die politische Arbeit. "Ich
freue mich, dass es uns in Zeiten, in denen
Parteien über Mitgliederverluste klagen, gelungen
ist, einen neuen Ortsverband zu gründen, in
dem auch junge Mitglieder aktiv mitarbeiten",
sagte Hausknecht.
Als Ortsvorsitzender wurde Maurice Birnbaum
gewählt. Seine beiden Stellvertreter sind
Dr. Guido Beyer und Maria Klingbeil. Als Schatzmeisterin
wählten die Mitglieder Christine Juschka und
als Beisitzer Jörg Schultchen, der auch Gemeindevertreter
ist.
Die offizielle Gründungsfeier findet am 3.
Juli um 19.00 Uhr im Siedlerheim in Birkenstein
statt. Hierzu laden die Liberalen die Öffentlichkeit
herzlich zu einem Glas Sekt und politischen
Gesprächen ein.
+++Liberale sehen Tourismus als Chance - Diskussion in Buckow+++
Petershagen, 09.06.2006
Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland veranstaltet
am 13. Juni in Buckow eine Podiumsdiskussion
zum Thema "Tourismus - Chance für die ländliche
Region". Dabei wird der Parlamentarische Geschäftsführer
der FDP-Bundestagsfraktion und Tourismuspolitische
Sprecher, Ernst Burgbacher, Vorschläge zur
Stärkung des Tourismus vorstellen. Mit Burgbacher
diskutieren Tobias Seyfarth, Projektleiter
beim Tourismusverband Märkisch-Oderland, Riamara
Sommerschuh, Leiterin des Fremdenverkehrsamtes
Märkische Schweiz und Bernd Naujoks, Inhaber
des Ferienparks am Däbersee. Die Moderation
übernimmt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende
Heiko Krause Die Veranstaltung findet um 19:30
Uhr im Hotel "Bergschlösschen" in der Königstraße
in Buckow statt.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Gäste sind
herzlich willkommen.
Bereits um 18:00 Uhr wird Herr Burgbacher
das Brecht-Weigel-Haus besichtigen.
+++„Alles neu im kommunalen Haushalt? - Von der Kameralistik zur Doppik“+++
Bericht von Heiko Krause über
die FNSt-Veranstaltung am 3. Juni 2006 in
Rüdersdorf
Die Veranstaltung fand im Kulturhaus Rüdersdorf
statt, das von der Gemeinde Rüdersdorf zur
Verfügung gestellt wurde. Die Gemeinde, vertreten
durch die Kämmerin Frau Schulz, übernahm auch
die Versorgung mit Kaffee und Konferenzgetränken.
An der Veranstaltung nahmen 17 Personen teil,
die meisten davon Gemeindevertreter oder sachkundige
Bürger aus Rüdersdorf, Petershagen-Eggersdorf,
Strausberg, Hoppegarten oder Fredersdorf-Vogelsdorf.
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Stiftung
durch den Moderator erläuterte der vereidigte
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wolfgang
Marx die gesetzlichen Grundlagen der Einführung
des doppischen Rechnungswesens. Er machte
klar, dass die Einführung nicht auf das Kämmereiwesen
allein beschränkt ist, sondern alle Bereiche
des kommunalen Haushalts umfasst. Ziel sei
es, nicht nur die Geldflüsse zu erfassen,
sondern auch den Verbrauch an Ressourcen (Straßenzustand,
Zustand kommunaler Bauten etc.), um einen
realistischen Blick für das „Vermögen“ einer
Gemeinde zu bekommen.
Die Doppik allein verbessert noch nicht das
Verwaltungsmanagement – es kommt auf den zielgerichteten
Einsatz weiterer betriebswirtschaftlicher
Instrumente an.
Bernd Vogel von der DATEV-Consulting ging
auf die praktischen Aspekte der Einführung
ein. Dazu verwandte er das Beispiel des Amtes
Schlieben, das bereits umgestellt ist. Er
bezog dabei die als Folien vorliegenden Erfahrungen
der Amtsdirektorin von Schlieben ein. Wichtig
ist z.B. die einzelnen „Produkte“ (z.B. Kinderbetreuung)
nicht zu kleinteilig zu untergliedern. Vogel
riet von einer zeitweisen Parallelführung
von Kameralistik und Doppik (wie in Rüdersdorf
geplant) ab, weil die beiden Systeme nicht
kompatibel sind und zusätzliches Personal
benötigt wird.
In der Diskussion fragten die Teilnehmer vor
allem nach den praktischen Auswirkungen für
ihre Arbeit in den Gemeinden. Wie erfolgt
die Kontrolle des Ressourcenverbrauchs? Welche
Möglichkeiten der Steuerung haben die Gemeindevertreter?
Wie können strategische Zielvorgaben gemacht
werden? Die Vorträge und Diskussion erwiesen
sich für die Entscheidungsfindung in den Gemeinden
als hilfreich.
+++FDP ehrt Edith Hamann+++
Petershagen, 21. Mai 2006
Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland hat
die Falkenbergerin Edith Hamann für 60jährige
Mitgliedschaft bei den Liberalen geehrte.
Frau Hamann erhielt von der Kreisvorsitzenden
Renate Hausknecht eine Ehrenurkunde, Blumen
und die Theodor-Heuss-Medaille für besondere
Verdienste um die Partei.
Die pensionierte Lehrerin trat am 2. Mai 1946
in die damalige LDP ein. Ihre damaliger Biologie-Lehrer,
so sagt sie, hatte sie und andere junge Leute,
begeistert für die Idee der Freiheit. Über
Luckau kam Frau Hamann nach Falkenberg, wo
sie zehn Jahre stellvertretende Vorsitzende
des Ortsverbandes und mehrere Legislaturperioden
Bezirkstagsabgeordnete in Frankfurt war. Mittlerweile
im 80. Lebensjahr ist sie noch immer regelmäßig
bei Veranstaltungen im Kreis- und Ortsverband
dabei.
"Es ist eine große Leistung, der liberalen
Sache so viele Jahre und durch so verschiedene
Gesellschaftsordnungen die Treue zu halten.
1946, als Frau Hamann eintrat, bestand weder
die Bundesrepublik noch die DDR. Sie hat in
schwierigen wie auch in erfolgreichen Zeiten
mitgeholfen, liberale Ideen unter die Menschen
zu bringen", sagte Renate Hausknecht in ihrer
Würdigung.
+++Lanfermann greift große Koalition an+++
Petershagen, 19.03.2006
Beim FDP-Kreisparteitag in Rehfelde hat der
FDP-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete
Heinz Lanfermann die großen Koalitionen in
Bund und Land attackiert. "In Berlin und in
Potsdam werden notwendige Entscheidungen immer
weiter auf die lange Bank geschoben. Das gilt
für die Gesundheits-, Steuer- und Arbeitsmarktreform
der Bundesregierung wie für die Funktionalreform
auf Landesebene. Seit vielen Jahren verspricht
die Landesregierung eine Neuaufteilung der
Zuständigkeiten von Land, Kreisen und Kommunen.
Passiert ist nichts."
Zuvor hatte Bürgermeister Lutz Schwarz die
Liberalen im "Märkischen Hof" begrüßt und
einen Überblick über die Entwicklung Rehfeldes
gegeben. Die Gemeinde ist in der glücklichen
Lage, noch einen knappen Bevölkerungszuwachs
zu haben, obwohl sie schon im sog. "äußeren
Entwicklungsraum" liegt.
Kreisvorsitzende Renate Hausknecht zog eine
Bilanz der Arbeit des Kreisverbandes des letzten
Jahres. Der Bundestagswahlkampf wurde mit
einem guten Ergebnis abgeschlossen, der Kreisverband
konnte mehr Veranstaltungen als im Vorjahr
durchführen und die Finanzsituation ist zwar
nicht rosig, aber stabil. Dies ist vor allem
Schatzmeister Christian Siemianowski zu verdanken,
der eine schwierige Finanzreform durchgesetzt
hat.
Der Kreisparteitag beschloss nach intensiven
Diskussionen und mit einigen Änderungsanträgen
die Kreissatzung der FDP.
Zur Funktionalreform stellte der stellvertretende
Kreisvorsitzende Heiko Krause den Entwurf
für den Leitantrag vor: "Es geht darum, zwei
Grundideen durchzusetzen. Erstens muss geprüft
werden, ob bisher staatliche Zuständigkeiten
nicht ganz wegfallen oder besser von Privaten
durchgeführt werden können. Wenn die Aufgabenerfüllung
in staatlicher Hand bleiben soll, so soll
möglichst viel Entscheidungsgewalt nach unten
verlagert werden. Die Kommunen sollen selbst
über ihre Angelegenheiten entscheiden können."
Die Liberalen sehen das Jahr 2006 als "Jahr
des Auftankens" für die kommenden Wahlen 2008/2009.
Durch mehr Präsenz, auch in Gebieten, in denen
es keine Ortsverbände gibt wie Müncheberg,
Bad Freienwalde oder Buckow, will die Kreispartei
Flagge zeigen. Auch finanziell sollen - sowohl
auf Landes- wie auf Kreis- und Ortsebene -
Reserven für die Wahljahre gebildet werden.
"Wir müssen die Zeit nutzen, Mitglieder zu
gewinnen und Spenden zu sammeln, damit wir
für die hektischen Wahlkampfzeiten frühzeitig
gut aufgestellt sind", sagte Renate Hausknecht.
+++Liberale starten mit Sachthemen ins neue Jahr+++
Petershagen, 08.01.2006
Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland und
die Kreistagsfraktion haben am Samstag zu
ihrem Neujahrsempfang ins Waldhotel in Seelow
eingeladen. Kreistagsfraktions-Chef Hartmut
Lietsch begrüßte die zahlreichen Gäste aus
Partei, Verwaltung und Gesellschaft und wünschte
ihnen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.
In seinem Grußwort ging der Landesvorsitzende
und Bundestagsabgeordnete Heinz Lanfermann
auf die Lage der Großen Koalitionen in Bund
und Land ein. „Die beiden Großen halten sich
fest umklammert wie erschöpfte Boxer. So werden
wir die Probleme nicht lösen“, meinte Lanfermann.
Die Liberalen werden in diesem Jahr die Themen
„Verschuldung“, „Direktwahl der Landräte“
und „Funktionalreform“ in die Öffentlichkeit
tragen. „Gerade die Funktionalreform ist ein
wichtiges Thema. Dabei geht es darum, möglichst
viele Entscheidungen in der Kommune zu treffen“,
sagte der Abgeordnete.
Einen Überblick über die Entwicklung der Landwirtschaft
in Märkisch-Oderland gab der Amtsleiter des
Kreises Winfried Gerstenberger. Die landwirtschaftliche
Fläche ist leicht rückläufig, die Erträge
im Jahr 2005 lagen dagegen im Plus mit Ausnahme
des Sonnenblumenanbaus. Auch die Leistung
der Milchkühe hat sich in den letzten Jahren
erheblich gesteigert. Märkisch-Oderland ist
der Landkreis, in dem die meisten Schafe gehalten
werden. Der Großviehbestand insgesamt ging
2004 auf 0,31 Stück pro Hektar zurück. Gerstenberger
sieht in Biogasanlagen und Energiepflanzenanbau
erhebliche Chancen für den ländlichen Raum.
Tips aus dem Süden Brandenburgs holten sich
die Kreis-Liberalen von Herbert Vogeler, Geschäftsführer
der Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Teltow-Fläming. Er stellte einige erfolgreiche
Projekte des Kreises vor, z.B. die Skater-Bahn,
die inzwischen Besucher aus USA anzieht. Hier
können auch Radler und Rollstuhlfahrer sicher
und schnell Sport treiben. Neben der Entwicklung
der Holzverarbeitung hat Teltow-Fläming es
auch geschafft, das VW-Zentrallager in den
Kreis zu holen. Vogeler betonte: „Entscheidend
ist die Schnelligkeit der Genehmigungen und
die Freundlichkeit der Behörden. Die steuerlichen
Rahmenbedingungen unterscheiden sich kaum
noch.“
Hier sehen die Liberalen und ihre Gäste noch
erheblichen Nachholbedarf im Kreis. Verzögerungen
von Genehmigungen durch „übereifrige Verwaltungen
und Naturschutzverbände“ wurden beklagt. Die
Kreisvorsitzende Renate Hausknecht verglich
die Homepages der beiden Kreise und stellte
fest, dass Märkisch-Oderlands Präsentation
im WWW erhebliche Mängel bei Informationen
und Bürgerservice habe. „Hier muss dringend
was passieren“, sagte sie.
Die FDP startet mit diesem sachbetonten Neujahrsempfang
in ein Jahr ohne Wahlen, in dem mit Überzeugungsarbeit
und Engagement neue Mitglieder gewonnen werden
sollen.
+++Liberale laden zum Neujahrsempfang ein+++
Petershagen, 05.01.2006
Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland und
die Kreistagsfraktion laden am Samstag, 7.
Januar, zu ihrem schon traditionellen Neujahrsempfang
ein. Um 14.00 Uhr werden die Kreisvorsitzende
Renate Hausknecht und der Kreistagsfraktionsvorsitzende
Hartmut Lietsch Gäste aus Politik, Wirtschaft
und Gesellschaft im Waldhotel Seelow begrüßen.
Thematisch stehen Fragen der regionalen Entwicklung
auf der Tagesordnung. Der FDP-Landesvorsitzende
und Bundestagsabgeordnete Heinz Lanfermann
wird mit einem Grußwort auf das neue Jahr
einstimmen. Sein Thema ist die Frage "Genügt
die Beschränkung auf Tourismus, um Märkisch-Oderland
attraktiv zu machen? Winfried Gerstenberger,
Amtsleiter der Abteilung Landwirtschaft in
der Kreisverwaltung wird zu Problemen und
Perspektiven der Landwirtschaft im Kreis sprechen.
Herbert Vogler, Geschäftsführer der Struktur-
und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Teltow-Fläming,
befasst sich mit Möglichkeiten wirtschaftlicher
Entwicklung in einer ländlichen Region.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Gäste sind
herzlich willkommen.