+++FDP-Kreistagsfraktion: Ergebnisse der konstituierenden Sitzung+++
Schulzendorf, 12.12.03
Der FDP-Kreisverband in Märkisch-Oderland möchte
sich hiermit bei seinen Wählern und Freunden für
die Unterstützung und das Vertrauen zu den Kommunalwahlen
bedanken. Unsere Fraktion im Kreistag hat sich konstituiert
und wir geben hiermit bekannt, wer uns in welchen Gremien
für die bevorstehenden Aufgaben im Landkreis vertritt:
Kreistags-Fraktion:
Werner Selle (Vorsitzender); Schulzendorf
Hartmut Lietsch (Stellvertr.); Falkenhagen
Christine Vogel; Rehfelde
Ausschussmitglieder:
Werner Selle (Kreisausschuß)
Christine Vogel (für Bauwesen)
Hartmut Lietsch (für Wirtschaft)
Werner Selle (für Landwirtschaft)
Christine Vogel (für Gesundheit)
Sachkundige Einwohner:
Klaus Lamprecht (für Bauwesen); Hennickendorf
Gordon Willert (für Wirtschaft); Fredersdorf
Hans-Viktor Hoffmann (für Gesundheit); Zinndorf
Knut Kucznik (für Landwirtschaft); Bruchmühle
Regionalrat für die Planungsgemeinschaft Oderland-Spree:
Detlef Grabert, Strausberg
Unsere Fraktionsberatungen sind immer öffentlich
und finden in der Regel Dienstagabend in der Vorwoche
der Kreistagssitzungen statt.
+++FDP fordert befristete Genehmigung für Neuhardenberg+++
Petershagen, 11.12.03
Die Flughäfen in Neuhardenberg und in Schönefeld
stehen nicht zueinander in Konkurrenz, sondern ergänzen
sich. Das ist die Auffassung der Liberalen in Märkisch-Oderland
und deshalb fordern sie vom Land Brandenburg, dem Flughafen
Neuhardenberg eine befristete Genehmigung für Starts
und Landung von 80-Tonnen-Flugzeugen zu erteilen.
"Niemand weiß, wann Schönefeld kommen wird.
Über 330.000 Einsprüche liegen vor. Ein langfristiges
Gerichtsverfahren ist sicher. Wenn Tempelhof und Tegel
geschlossen werden, wird Schönefeld noch nicht fertig
ausgebaut sein. Da niemand weiß, wie sich die Verkehrsströme
nach der EU-Osterweiterung entwickeln, wäre es ein
Fehler, auf einen ausgebauten Flughafen Neuhardenberg
zu verzichten. Zudem steht hier eine gute Verkehrsinfrastruktur
zur Verfügung", erklärte der stellvertretende
Kreisvorsitzende Heiko Krause. "Mit einer befristeten
Genehmigung für fünf Jahre würde keinerlei
Konkurrenz zu Schönefeld aufkommen, weil bis 2008/09
sicher der Ausbau nicht abgeschlossen ist."
Die FDP fordert Wirtschaftsminister Junghanns auf, sich
für die notleidende Region einzusetzen. "Selbst wenn
man nach fünf oder zehn Jahren den Betrieb wegen
Schönefeld wieder einstellen müßte, wäre
doch viel gewonnen. Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung,
die zum Aufbau selbst tragender Strukturen genutzt werden
kann. Diese Chance müssen wir den Neuhardenbergern
geben", sagte Krause abschließend.
+++Nach Chipfabrik-Desaster Schaden begrenzen+++
Petershagen, 04.12.03
Die Liberalen in Märkisch-Oderland setzen sich dafür ein,
dass lokale Unternehmer durch das beschlossene Aus für
die Frankfurter Chipfabrik nicht in den Konkursstrudel
gezogen werden. "Wir fordern, dass regionale Firmen, die
sich am Bau oder als Zulieferer beteiligt haben, als erste
aus der Insolvenzmasse entschädigt werden", sagte der
stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP, Hartmut Lietsch.
"Es kann nicht sein, dass die schwer getroffene Region
jetzt durch Folgekonkurse noch mehr leiden muss, während
die Großbanken an ihr Geld kommen." Die FDP Märkisch-Oderland
fordert die zuständigen Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen
auf, sich für eine Änderung der Insolvenzordnung zugunsten
kleiner und mittlerer Unternehmen stark zu machen. "Wenn
jetzt nicht der Schaden begrenzt wird, wird der GAU zum
Super-GAU", meinte Hartmut Lietsch.
+++FDP unterstützt Andre Schaller in Rüdersdorf+++
Petershagen, 05.11.03
Der FDP-Kreisverband spricht sich für den CDU-Kandidaten
Andre Schaller in der Stichwahl zum Bürgermeister von
Rüdersdorf aus. "Nachdem unsere Kandidatin Ruth Dolinschek
die Stichwahl nicht erreicht hat, bitten wir ihre Wähler,
Herrn Schaller zu unterstützen", sagte FDP-Kreisvorsitzende
Renate Hausknecht.
Aus Sicht der Liberalen ist Schaller geeigneter als der
SPD-Kandidat Lehmann, einen nötigen Neuanfang in Rüdersdorf
zu gewährleisten. "Er ist unverbraucht und unkonventionell
- das sind gute Eigenschaften für einen Bürgermeister
in einer neu zusammengewürfelten Gemeinde", meinte Ruth
Dolinschek, die für die FDP in die Gemeindevertretung
eingezogen ist. Zudem sieht die FDP das katastrophale
Wahlergebnis der SPD und das gute Wahlergebnis der CDU
in Brandenburg als Signal: "Der Wille der Wähler war es,
der SPD die rote Karte zu zeigen. Dies sollte sich auch
in Rüdersdorf zeigen. Deshalb unterstützen wir Herrn Schaller
und setzen auf eine gute Zusammenarbeit", meinte Renate
Hausknecht abschließend.
+++FDP wählte Kandidaten für den Kreistag+++
Petershagen, 13.08.03
Die Liberalen in Märkisch-Oderland haben ihre Kandidatinnen
und Kandidaten für die Kreistagswahl am 26. Oktober nominiert.
Anders als zur letzten Kreistagswahl hat die FDP in allen
Wahlkreisen Kandidaten aufstellen können. "Ich bin sehr
froh darüber, dass wir flächendeckend präsent sind. Wer
FDP in den Kreistag wählen will, kann das überall im Kreis
tun", freut sich FDP-Kreisvorsitzende Renate Hausknecht.
Die Kandidaten im einzelnen:
Wahlkreis I
Ralf Lehmann, Werner Selle, Bernd Müller, Knut Wickidal,
Burkhard Miesterfeld und Richard Engelmann
Wahlkreis II
Hartmut Lietsch, Klaus-Dieter Lehmann, Uwe Karg, Jörg
Menz und Klaus Schneider
Wahlkreis III
Hans-Viktor Hoffmann, Christine Vogel, Kerstin Rothkopf
und Ruth Dolinschek
Wahlkreis IV
Detlef Grabert und Siegfried Dolinschek
Wahlkreis V
Gordon Willert, Knut Kucznik und Dietrich Pohl
Wahlkreis VI
Jörg Schultchen, Norbert Kröcher und Elke Fürstenberg.
Außerdem beschlossen die Liberalen ihr Wahlprogramm für
den Kreis, das in Kürze auf der neuen Internet-Seite des
Kreisverbandes www.fdp-mol.de zu finden sein wird. "23
Kandidaten sind 23 gute Gründe, am 26. Oktober FDP zu
wählen" sagte Renate Hausknecht.
+++FDP unterstützt Forderung Eppelmanns+++
Petershagen, 30.07.03
"Strausberg braucht eine Perspektive als Truppenstandort.
Wir unterstützen die Forderung des Bundestagsabgeordneten
Rainer Eppelmann und des ehemaligen Standortältesten Hagemann,
dort das Luftwaffenausbildungsbataillon anzusiedeln" erklärte
die FDP-Kreisvorsitzende Renate Hausknecht. Eppelmann
hatte sich am Wochenende dafür ausgesprochen, das Bataillon
in der Barnimkaserne unterzubringen, die seit Ende Juni
teilweise leer steht und ein Schreiben an Verteidigungsminister
Struck angekündigt.
Die FDP fordert die Bürgermeister Thierfeld und Borchardt
auf, sich aktiv beim Verteidigungsministerium um eine
Zukunftsperspektive zu bemühen. "Die FDP schlägt eine
gemeinsame Aktion aller vor, die Strausberg/Eggersdorf
als Bundeswehrstandort erhalten wollen. Gerade in der
schwierigen finanziellen Situation der Stadt wäre es ein
gutes Signal, wenn Minister Struck ein Signal der Hoffnung
setzen würde", sagte die FDP-Politikerin.
+++Kreis soll aus kommunalem Arbeitgeberverband austreten+++
Petershagen, 09.07.03
Der FDP-Kreisverband fordert den Austritt des Kreises
Märkisch-Oderland aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband.
Auf ihrer gestrigen Vorstandssitzung in Zechin beschlossen
die Liberalen einstimmig die Aufnahme einer entsprechenden
Forderung in das Kreiswahlprogramm. "Der unverantwortliche
Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst ist für den Kreis
eine enorme finanzielle Belastung.", erklärte Kreisvorsitzende
Renate Hausknecht "Diese gibt der Kreis an die Kommunen
weiter, und diese an die Bürgerinnen und Bürger. Der Kreis
muss dem Beispiel einiger Kommunen folgen und auf einen
Haustarif hinarbeiten."
Die Liberalen setzen auf eine leistungsorientierte Besoldung
und sehen den Austritt als Chance für mehr Effizienz in
der Verwaltung. Angestellte in kreislichen Betrieben könnten
einen Teil ihrer Vergütung erfolgsabhängig erhalten. Leistungs-
und erfolgsorientierte Besoldung bedeutet nicht automatisch
Gehaltskürzungen. Leistungsstarke Mitarbeiter sollen sogar
mehr Geld erhalten.
Allerdings gehören für die FDP auch die Abschaffung der
Kameralistik, eine konsequente Privatisierungspolitik
und eine Umsetzung der Vorschläge des Verwaltungsgutachtens
zur Modernisierung der Kreisverwaltung. "In Zeiten, in
denen in der privaten Wirtschaft 110 Prozent Leistung
verlangt wird, brauchen wir eine Kreisverwaltung, die
schlanker, fitter und effizienter arbeitet. Nur dann werden
die Bürgerinnen und Bürger akzeptieren, dass der Kreis
über die Kreisumlage Geld der Kommunen einfordert", sagte
Renate Hausknecht.
+++Ohne Straßen halten wir die Menschen nicht in der Region+++
Petershagen, 13.06.03
Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland begrüßt die sich
abzeichnende Einigung über die Wiederherstellung der Deichstrasse
zwischen Hohensaaten und Hohenwutzen. FDP-Vorsitzende
Renate Hausknecht erklärte: "Es ist gut, wenn sich die
Landräte von Märkisch-Oderland und Barnim aufeinander
zu bewegen und mit den Amtsverwaltungen in Bad Freienwalde
und Oderberg unbürokratische und praktikable Lösungsvorschläge
erarbeiten."
Die Vorschläge laufen auf eine gemeinsame Finanzierung
des bisher der Gemeinde Hohenwutzen abverlangten Eigenanteils
hinaus. Dazu sollen Mittel aus der Investitionspauschale
der Landkreise genutzt werden. FDP-Kommunalpolitiker Dr.
Martin Jenssen sagte: "Hoffentlich hat diese Tragikomödie
bald ein Ende. Die Bedeutung der Kreisverbindungsstraße
für die strukturschwache Grenzregion ist enorm hoch. Hohenwutzen
wäre keinesfalls in der Lage, die Reparaturkosten aufzubringen.
Wie sollen wir Menschen in dieser Region halten, wenn
Straßen dichtgemacht werden müssen."
In einem offenen Brief hatten Bürger Hohenwutzens und
Hohensaatens Ministerpräsident Platzeck und Bundesverkehrsminister
Stolpe aufgefordert, die Verantwortung für die Kosten
nicht dem Schwächsten, der Gemeinde Hohenwutzen aufzubürden.
Die Liberalen bieten eine konstruktive Mitarbeit im weiteren
Verhandlungsprozess an.
+++Strausberg muss sich seiner Geschichte stellen+++
Petershagen, 07.06.03
Am 17. Juni jährt sich zum 50. Mal der Tag des Arbeiteraufstandes.
"Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland unterstützt die
Bitte des letzten Überlebeneden der Streikleitung Strausberg
um eine Ergänzung des dortigen Gedenksteines", teilte
die FDP-Kreisvorsitzende Renate Hausknecht mit. Herr Heinz
Grünhagen fordert seit langem, dass wie im ursprünglichen
Vorschlag für die Gestaltung des Gedenksteines auch die
Namen der Verurteilten und deren Haftstrafen genannt werden.
Hausknecht erklärte: "Ein anonymer Gedenkstein wäre nur
dann sinnvoll, wenn die Namen der Opfer nicht bekannt
wären. Das ist hier aber nicht der Fall. Die Opfer der
SED-Diktatur sind bekannt. Die Stadt Strausberg muss sich
ihrer Geschichte stellen." Die FDP fordert die Stadtverordnetenversammlung
und den Bürgermeister von Strausberg auf, die Voraussetzungen
für den Zusatz zur Gedenktafel zu schaffen.
+++Grundsteuer-Raubzug keine Lösung für Finanzprobleme+++
Petershagen, 29.04.03
Der FDP-Kreisverband Märkisch-Oderland spricht sich gegen
die Erhöhungen der Grundsteuer B in den Gemeinden aus.
"Die Begründung, man reagiere damit auf die stärkere Belastung
der Kommunen durch das Land, ist ein Trugschluss", erklärte
die Kreisvorsitzende Renate Hausknecht. Das Land hat ein
neues Berechnungsverfahren für die Grundsteuer B im Gemeindefinanzierungsgesetz
eingeführt. Die Kreisumlage und die Schlüsselzuweisungen
werden nun nicht mehr nach dem tatsächlichen Hebesatz
einer Gemeinde bemessen, sondern nach dem Durchschnittssatz
aller Städte und Gemeinden. Beispiel Neuenhagen: Hier
plant die Gemeinde eine Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes
von 300 auf 350 Prozent. Der Durchschnittssatz liegt bei
343 Prozent.
Die FDP ist der Ansicht, dass dies keine Lösung ist, denn
es löst einen Wettbewerb nach oben unter den Gemeinden
aus. Andere Kommunen werden ebenfalls ihre Grundsteuern
erhöhen und damit den Durchschnittssatz nach oben treiben.
Damit verändert sich die Berechnung weiter zu Ungunsten
der Gemeinden und löst einen Teufelskreis aus. Bezahlen
müssen die Bürgerinnen und Bürger.
"Die FDP hält eine Rückkehr zum alten Berechnungsverfahren
für notwendig. Dabei schnitten Gemeinden mit niedrigeren
Grundsteuersätzen besser ab, was auch einen Vorteil für
die Bürger brachte. Die Gemeinden sollten in diesem Sinne
auf das Land einwirken, statt die Ungerechtigkeiten bei
den Bürgern abzuladen", meinte Renate Hausknecht.
+++Musikschulen geht die Puste aus+++
Petershagen, 03.04.03
Der FDP-Kreisvorstand Märkisch-Oderland spricht sich einstimmig
gegen die Kürzung der Landesmittel für die Musikschulen
aus. Der Leiter der Musikschule "Hugo Distler", Christoph
Braun hatte den Liberalen die schwierige Situation der
Musikschulen geschildert, die in diesem Jahr 642.000 Euro
weniger Mittel bekommen sollen. Die Musikschulen haben
130.000 Unterschriften gegen die Kürzungen gesammelt.
"Musikschulen sind für 30.000 Schüler ein wichtiges Bildungs-
und Freizeitangebot und ein unverzichtbares Instrument
der musikalischen Nachwuchsförderung. Wenn diese Kürzungen
nicht zurückgenommen werden, geht den Musikschulen die
Puste aus", sagte die FDP-Kreisvorsitzende Renate Hausknecht.
Die Liberalen fordern die CDU-Fraktion im Landtag auf,
ihren Ankündigung, die Kürzungen nicht mit zu tragen,
wahr zu machen. "Frau Blechinger hat sich mehrfach entsprechend
geäußert; jetzt geht es um politische Glaubwürdigkeit
der CDU-Fraktion", betonte der Kreistagsabgeordnete der
FDP, Werner Selle.
Aber die FDP macht auch Vorschläge, wie das fehlende Geld
an anderer Stelle eingespart werden kann. Eine Hälfte
soll aus den Mitteln für die Förderung der Landeshauptstadt
umgelenkt werden, die andere Hälfte durch Einsparungen
im Personalhaushalt des Landes erbracht werden. "Wir teilen
die Kritik des Städte- und Gemeindebundes, dass es nicht
sein kann, dass der Personalhaushalt des Landes um 50
Mio. Euro wächst, obwohl angeblich bereits 4000 Stellen
abgebaut wurden. Sparen muss sein, aber die Landesregierung
sollte bei sich selbst beginnen und nicht bei Musik, Kultur
und Bildung", sagte Selle.